AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ - Trinkwasser fuer Oberfranken

Trinkwassertalsperre Mauthaus

Mitte der 1960er Jahre wurden in der Region Oberfranken Engpässe bei der Versorgung mit Trinkwasser erwartet. Die Gemeinden selbst hätten die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nicht im Alleingang sicherstellen können. Landkreise und kreisfreie Städte schlossen sich deshalb am 20. Juni 1966 zum Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) zusammen.

Der wichtigste Schritt zur Lösung des Engpasses war der Bau Bayerns erster Trinkwassertalsperre im Ködeltal bei Mauthaus im Frankenwald von 1968 bis 1972. Bauherr war die staatliche Wasserwirtschaftsverwaltung, die damit einen wesentlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge und weiteren Entwicklung in Oberfranken geleistet hat. Die Talsperre wird heute vom Wasserwirtschaftsamt Kronach betrieben.

Bessere Voraussetzungen für schadstoffarmes Wasser als hier kann es kaum geben: Das fast 40 Quadratkilometer große Gebiet rund ums Ködeltal ist zu 80 Prozent bewaldet und die übrigen 20 Prozent werden nur extensiv bewirtschaftet.

Das Rohwasser des Stausees bekommt denn auch bei den regelmäßigen Analysen Bestnoten und muss nur eine physikalisch-chemische Aufbereitung und Entkeimung durchlaufen, wie sie für Oberflächenwasser obligatorisch sind. Die dafür zuständige Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) der FWO in Rieblich zählt übrigens zu den modernsten Anlagen Deutschlands.