AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ - Trinkwasser fuer Oberfranken

Grundwasser braucht Niederschläge

Grundwasser entsteht, wenn Wasser im Boden versickert. Regen, Tau oder Schnee erneuern auf diese Weise ständig die unterirdischen Wasservorräte. Allerdings gelangt nur ein geringer Teil der Niederschläge in den Boden. Von 100 Litern Regen wird über die Hälfte von Pflanzen „ausgeatmet“ oder verdunstet an der Bodenoberfläche.

Nur 13 Liter sickern ins Grundwasser und speisen so unsere Trinkwasservorräte. Der Rest fließt ab – über Rinnsale oder Gräben an der Oberfläche, über die Kanalisation oder aber auch über oberflächennahe Bodenschichten direkt in die Bäche und Flüsse.

In Oberfranken fallen in manchen Orten weniger als 600 Millimeter Niederschlag im Jahr und gehören damit zu den wasserarmen Regionen in Bayern. In den regenreichsten Gebieten Oberfrankens, im Frankenwald und im Fichtelgebirge, regnet es 950 bis 1.300 Millimeter pro Jahr. In Südbayern fallen jährlich durchschnittlich 1.030 Millimeter Niederschlag - in den Alpen können es sogar über 2.000 Millimeter werden.